Impfung mit 2 Monaten: Welche Impfungen, Nebenwirkungen und Fieber danach
Welche Impfungen Babys in Deutschland mit 2 Monaten bekommen (Sechsfach, Pneumokokken, MenB, Rotavirus), was am Termin passiert, was nach der Impfung normal ist und die nächsten Termine.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.
Quellen: WHO, CDC, AAP und NHS. Empfehlungen unterscheiden sich je nach Land — für Deutschland siehe die DGKJ und kindergesundheit-info.de.
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Mit etwa zwei Monaten steht der erste große Impftermin an. Viele Eltern fragen sich vorher, welche Impfungen das sind, was dabei passiert und womit sie danach rechnen müssen. Diese Seite fasst zusammen, was die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut) und das BIÖG (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit) dazu schreiben.
Sie ist allgemeine Information. Welche Impfungen Ihr Baby wann bekommt, besprechen Sie mit Ihrer Kinderarztpraxis; bei Frühgeborenen und bei Kindern mit Vorerkrankungen kann der Plan abweichen.
Welche Impfungen gibt es mit 2 Monaten?
Das zeigt der STIKO-Impfkalender 2026 (Epid. Bull. 4/2026) für Säuglinge, die reif geboren wurden:
| Impfung | Erste Dosis | Weitere Dosen |
|---|---|---|
| Rotaviren (Schluckimpfung) | Ab 6 Wochen | Je nach Impfstoff 2 oder 3 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen; im Kalender: 3 Monate, bei 3-Dosen-Schema 4 Monate |
| Sechsfachimpfung (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hib, Kinderlähmung, Hepatitis B) | 2 Monate | 4 Monate und 11 Monate |
| Pneumokokken | 2 Monate | 4 Monate und 11 Monate |
| Meningokokken B (MenB) | 2 Monate | 4 Monate und 12 Monate |
Die Rotavirus-Impfung wird getrunken, nicht gespritzt. Die STIKO empfiehlt dringend, die Impfserie frühzeitig, spätestens bis zum Alter von 12 Wochen, zu beginnen. Die anderen drei Impfungen werden gespritzt. Für Frühgeborene (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) nennt die STIKO bei der Sechsfachimpfung 4 Dosen im Alter von 2, 3, 4 und 11 Monaten; auch bei den Pneumokokken sieht sie für Frühgeborene eine zusätzliche Dosis vor.
Zusätzlich gibt es einen Antikörper gegen RSV, der keine Impfung im engeren Sinn ist: Die STIKO empfiehlt den monoklonalen Antikörper Nirsevimab (ergänzend inzwischen auch Clesrovimab) für alle Neugeborenen und Säuglinge unter einem Jahr in ihrer ersten RSV-Saison. Wer zwischen Oktober und März geboren wird, soll ihn möglichst rasch nach der Geburt erhalten, idealerweise bei der Entlassung oder bei der U2; wer zwischen April und September geboren wird, im Herbst vor der ersten Saison. Er kann zusammen mit den Standardimpfungen des Säuglingsalters gegeben werden. Mehr dazu im RSV-Planer.
Wann, wo und wer bezahlt?
Geimpft wird in der Regel in der kinder- oder hausärztlichen Praxis, die laut kindergesundheit-info.de auch die Früherkennungsuntersuchungen durchführt. Die Elterninformation zur U3 (4. bis 5. Lebenswoche) erklärt: Sofern Sie einverstanden sind, wird Ihr Baby mit 6 Wochen zum ersten Mal geimpft, und weil in diesem Alter keine Untersuchung ansteht, vereinbaren Sie dafür einen eigenen Impftermin. In der Terminübersicht des BIÖG ist als Extra-Impftermin die 8. Lebenswoche eingetragen. Zum ersten Impftermin erhalten Sie auch den Impfausweis für Ihr Kind.
Die Kosten der von der STIKO empfohlenen Impfungen werden laut kindergesundheit-info.de von der gesetzlichen und bei entsprechendem Tarif auch von der privaten Krankenkasse übernommen. Der Aufbau des Impfschutzes sollte ab einem Alter von 6 Wochen beginnen und mit dem 15. Lebensmonat abgeschlossen sein. Bei der U4 (3. bis 4. Lebensmonat) können Impfungen ebenfalls erfolgen; spätestens dann erhalten Babys laut kindergesundheit-info.de ihre ersten Impfungen.
Was Sie zum Termin mitbringen und was dort passiert
- Mitbringen: laut kindergesundheit-info.de die Krankenversicherungskarte, den Impfausweis (beim ersten Termin bekommen Sie ihn) und das Gelbe Kinderuntersuchungsheft.
- Gespräch: Impfärztinnen und Impfärzte sind gesetzlich verpflichtet, vorher über den Nutzen der Impfung, die zu verhütende Krankheit und mögliche Nebenwirkungen aufzuklären und den aktuellen Gesundheitszustand zu klären. Danach ist Ihre mündliche oder schriftliche Einwilligung erforderlich; bei einer Grundimmunisierung mit dem gleichen Impfstoff genügt eine einmalige Aufklärung (kindergesundheit-info.de).
- Eintrag: Die Impfung wird im Impfausweis dokumentiert.
- Vorab informieren: Die STIKO empfiehlt, Eltern schon vor dem ersten Impftermin über die anstehenden Impfungen, die damit verbundenen Schmerzen und Möglichkeiten der Schmerzreduktion aufzuklären, möglichst schon bei der U3.
Zur Schmerzreduktion nennt die STIKO für Säuglinge: Gestillte Babys können vor und nach der Impfung angelegt werden, ersatzweise hilft ein Schnuller. Kleinkinder unter 3 Jahren werden während der Impfung am besten auf dem Arm oder auf dem Schoß gehalten und danach leicht geschaukelt und liebkost. Nicht empfohlen sind die Erwärmung des Impfstoffs, das Reiben der Einstichstelle und Schmerzmittel vor oder während der Impfung, mit einer Ausnahme: Paracetamol bei der MenB-Impfung von Kindern unter 2 Jahren (siehe unten).
Nach der Impfung: Fieber, Rötung, Unruhe
Impfreaktionen zeigen laut infektionsschutz.de und kindergesundheit-info.de, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Dazu gehören Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle sowie leichte Allgemeinreaktionen wie Fieber, Müdigkeit oder Schläfrigkeit. Sie klingen in der Regel nach wenigen Tagen von selbst ab. Die STIKO beschreibt als übliche Impfreaktionen unter anderem Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Einstichstelle für 1 bis 3 Tage (gelegentlich länger) und Fieber unter 39,5 °C (rektal gemessen) für 1 bis 3 Tage, dazu Unruhe und Abgeschlagenheit.
Rotavirus-Schluckimpfung: infektionsschutz.de nennt als mögliche vorübergehende Impfreaktionen Fieber, Durchfall oder Erbrechen; das Baby kann kurzfristig reizbarer sein. In den ersten 7 Tagen können Impfviren über den Stuhl ausgeschieden werden, deshalb sollten Kontaktpersonen auf eine sorgfältige Hygiene achten, zum Beispiel nach dem Wickeln. Schwere Nebenwirkungen sind laut infektionsschutz.de sehr selten; als Warnzeichen für eine sehr seltene Darmeinstülpung nach der ersten Impfung nennt die Seite starke Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, blutige Stühle, einen geblähten Bauch und/oder hohes Fieber.
MenB-Impfung und Paracetamol: Die STIKO schreibt, Fieber oder Schmerzen nach der MenB-Impfung bei Kindern unter 2 Jahren könnten durch eine prophylaktische Paracetamol-Gabe vermieden werden. Sie soll zeitgleich mit der Impfung oder kurz danach beginnen, wird unabhängig von Symptomen über 24 Stunden weitergeführt und muss an Gewicht und Alter des Kindes angepasst werden; die Dosierung nennt Ihnen Ihre Kinderarztpraxis. Treten trotz Prophylaxe hohes Fieber oder starke Schmerzen auf, können laut STIKO innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung weitere Paracetamol-Gaben erfolgen. Eine Anwendung über 48 Stunden hinaus soll nur nach ärztlicher Anordnung erfolgen. Bei länger anhaltendem Fieber oder einer Verschlechterung des Zustands sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Wann Sie anrufen sollten: Bei Fragen oder Auffälligkeiten nach einer Impfung wenden Sie sich laut kindergesundheit-info.de an Ihre Arztpraxis. Mehr zum Thema Fieber: Baby-Fieber-Fragen und Fieber beim Baby. Ärztinnen und Ärzte müssen den Verdacht auf eine über das übliche Maß hinausgehende Impfkomplikation melden; auch Sie können einen Verdacht online melden (nebenwirkungen.bund.de, laut infektionsschutz.de).
Die nächsten Termine
- Etwa 4 Wochen später: die 2. Rotavirus-Dosis (mindestens 4 Wochen Abstand). Laut kindergesundheit-info.de liegen die nächsten Impftermine nicht immer zeitgleich mit der nächsten Früherkennungsuntersuchung; vereinbaren Sie am besten gleich Extratermine.
- 4 Monate: Sechsfachimpfung, Pneumokokken und MenB (jeweils 2. Dosis).
- 11 Monate: Sechsfachimpfung und Pneumokokken (3. Dosis) sowie Masern-Mumps-Röteln und Windpocken (jeweils 1. Dosis, kombinierbar). Mit 12 Monaten folgt die 3. MenB-Dosis.
Das Geburtsdatum Ihres Babys genügt, um alle Termine auszurechnen: im Impfkalender-Rechner. Die Vorsorgetermine finden Sie unter Vorsorgeuntersuchungen in den ersten Monaten.
Häufige Fragen
Welche Impfungen bekommt mein Baby mit 2 Monaten?
Nach dem STIKO-Impfkalender 2026 bekommen Säuglinge mit 2 Monaten die Sechsfachimpfung (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hib, Kinderlähmung, Hepatitis B), die Pneumokokkenimpfung und den Beginn der Impfserie gegen Meningokokken B. Die Rotavirus-Schluckimpfung kann schon ab 6 Wochen gegeben werden. Welche davon an einem Termin zusammen verabreicht werden, entscheidet Ihre Kinderarztpraxis; die STIKO empfiehlt ausdrücklich, mehrere Injektionsimpfungen am selben Termin zu geben, um früh Schutz zu erreichen und die Zahl der Termine zu verringern.
Welche Nebenwirkungen hat die 6-fach-Impfung?
Nach einer Impfung kommt es laut infektionsschutz.de zu sogenannten Impfreaktionen: Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle sowie leichte Allgemeinreaktionen wie Fieber, Müdigkeit oder Kopf- und Gliederschmerzen. Sie sind in der Regel mild und klingen nach wenigen Tagen von selbst ab. kindergesundheit-info.de nennt Rötung und Schwellung der Impfstelle bei etwa zwei bis 20 Prozent der geimpften Kinder, je nach Impfstoff, und Allgemeinreaktionen bei etwa einem bis zehn Prozent. Schwere Nebenwirkungen sind selten.
Fieber nach der Impfung beim Baby: Was ist normal und wann zur Ärztin oder zum Arzt?
Als übliche Impfreaktionen zählt die STIKO unter anderem Fieber unter 39,5 °C (rektal gemessen) für 1 bis 3 Tage sowie Unruhe, und Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Einstichstelle für 1 bis 3 Tage, gelegentlich länger. Bei Fragen oder Auffälligkeiten nach einer Impfung sollten Sie sich laut kindergesundheit-info.de an Ihre Arztpraxis wenden. Bei der MenB-Impfung nennt die STIKO: Bei länger anhaltendem Fieber oder einer Verschlechterung des Zustands sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Soll ich meinem Baby wegen der Impfung Paracetamol geben?
Nur bei der MenB-Impfung gibt es dazu eine Empfehlung: Die STIKO schreibt, Fieber oder Schmerzen nach der MenB-Impfung bei Kindern unter 2 Jahren könnten durch eine prophylaktische Paracetamol-Gabe vermieden werden. Sie soll zeitgleich mit der Impfung oder kurz danach beginnen und unabhängig von Symptomen über 24 Stunden weitergeführt werden; die Dosierung richtet sich nach Gewicht und Alter, daher lassen Sie sie sich von Ihrer Praxis nennen. Eine Gabe über 48 Stunden hinaus soll nur nach ärztlicher Anordnung erfolgen. Andere Schmerzmittel vor oder während der Impfung empfiehlt die STIKO zur Schmerzreduktion nicht.
Darf mein Baby mit einer Erkältung geimpft werden, und wie kann ich es beim Impfen trösten?
Laut infektionsschutz.de kann bei leichten Infekten wie Erkältungen geimpft werden; bei akutem Durchfall oder Erbrechen und anderen schweren fieberhaften Erkrankungen sollte die Rotavirus-Impfung verschoben werden. Nach der STIKO sollten Kinder mit akuten schweren Erkrankungen erst nach Genesung geimpft werden. Zum Trösten empfiehlt die STIKO: Gestillte Säuglinge können vor und nach der Impfung angelegt werden, ersatzweise kann ein Schnuller beruhigen; Kleinkinder unter 3 Jahren halten Sie während der Impfung am besten auf dem Arm oder Schoß und schaukeln sie danach leicht.
Quellen: RKI: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026 · RKI: Impfkalender · infektionsschutz.de (BIÖG): Rotaviren-Impfung bei Kindern · infektionsschutz.de (BIÖG): Sicherheit von Impfungen · kindergesundheit-info.de (BIÖG): Impfstoffe und Impfreaktionen · kindergesundheit-info.de (BIÖG): Impfschutz aufbauen · kindergesundheit-info.de (BIÖG): Früherkennungs- und Vorsorgetermine 0–6 Jahre · kindergesundheit-info.de (BIÖG): U3-Untersuchung · kindergesundheit-info.de (BIÖG): U4-Untersuchung · kindergesundheit-info.de (BIÖG): Keine Angst vor dem Arztbesuch
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