Schwangerschaft Woche für Woche
13. Schwangerschaftswoche
In der 13. SSW ist dein Baby etwa so groß wie eine Zitrone. Herzlich willkommen im zweiten Trimester – erfahre alles über die Entwicklung, das Nachlassen der Übelkeit und die ersten Vorsorgeuntersuchungen.
Veröffentlicht:
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.
Quellen: WHO, CDC, AAP und NHS. Empfehlungen unterscheiden sich je nach Land — für Deutschland siehe die DGGG.
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Auf einen Blick: 13. SSW
- Trimester: Beginn des zweiten Trimesters
- Babygröße: Etwa so groß wie eine Zitrone – ca. 7,4 cm Scheitel-Steiß-Länge und 23 g
- Wichtiger Meilenstein: Die Stimmlippen beginnen sich zu formen, einzigartige Fingerabdrücke entstehen, und die Plazenta hat die Hormonproduktion vollständig übernommen – sie versorgt dein Baby nun zuverlässig mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Die 13. SSW markiert einen echten Wendepunkt. Das Fehlgeburtsrisiko sinkt nach dem ersten Trimester deutlich, die Energie kehrt zurück, und die quälende Übelkeit der Frühschwangerschaft lässt bei vielen nach. Vielleicht fühlst du dich jetzt endlich bereit, die Neuigkeit zu teilen, vorausschauend zu planen und wieder Freude an Bewegung und gutem Essen zu finden.
In Deutschland hast du ab der 13. SSW Anspruch auf den regulären Mutterpass-Vorsorgeplan. Deine Frauenärztin oder Hebamme begleitet dich durch die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen gemäß den Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Babys Entwicklung diese Woche
In der 13. SSW hat dein Baby den Übergang vom Embryo zum Fötus vollzogen und sieht bereits deutlich menschlich aus – wenn auch noch winzig. Die meisten Organe sind angelegt und befinden sich nun in einer langen Phase des Wachstums und der Reifung.
- Kopf und Gehirn: Der Kopf macht noch etwa die Hälfte der Körperlänge aus, aber der Körper holt auf. Hirngewebe bildet sich in rasantem Tempo, und Nervenzellen verbinden sich in atemberaubender Geschwindigkeit.
- Gesicht: Die Augen haben sich von den Seiten des Kopfes zur Mitte hin verschoben, und die Ohren nähern sich ihrer endgültigen Position. Die Augenlider sind noch verwachsen und bleiben bis etwa zur 26. SSW geschlossen.
- Hände und Fingerabdrücke: Winzige, einzigartige Fingerabdrücke bilden sich auf den Kuppen der Finger und Zehen – ein Muster, das dein Kind ein Leben lang begleiten wird.
- Stimmlippen: Die Stimmlippen beginnen sich in dieser Woche zu formen, auch wenn es noch viele Monate dauern wird, bis dein Baby Laute von sich geben kann.
- Darm: Der Darm, der einen Teil des ersten Trimesters in der Nabelschnur verbracht hat, wandert nun in den Bauchraum zurück, da dort genügend Platz entsteht.
- Plazenta: Die Plazenta hat die Hormonproduktion vom Gelbkörper vollständig übernommen und ist nun verantwortlich für die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen sowie die Entsorgung von Abfallprodukten.
- Bewegung: Dein Baby strampelt, streckt sich und schluckt sogar schon – diese Bewegungen sind jedoch noch zu klein, um sie durch die Bauchdecke zu spüren.
Dein Körper & Symptome
Mit der Stabilisierung von Östrogen und Progesteron und dem Absinken des hCG-Spiegels lassen viele der anstrengendsten frühen Beschwerden nach. Typische Erlebnisse in der 13. SSW:
- Nachlassende Übelkeit: Schwangerschaftsübelkeit bessert sich für die meisten Frauen deutlich bis zur 12.–14. Woche. Manche fühlen sich weiterhin etwas übel, besonders wenn sie hungrig oder müde sind.
- Mehr Energie: Die zermürbende Erschöpfung des ersten Trimesters lässt oft nach. Viele beschreiben diese Phase als den „Honeymoonstrecke" der Schwangerschaft.
- Sichtbare Venen: Blaue Adern an Brust, Bauch und Beinen können deutlicher hervortreten, da das Blutvolumen ansteigt (es wird sich im Laufe der Schwangerschaft um etwa 45 % erhöhen).
- Rundbandbeschwerden: Kurze, stechende Schmerzen im Unterbauch oder der Leiste beim Lagewechsel werden durch die Dehnung der Bänder verursacht, die die wachsende Gebärmutter stützen.
- Verstärkter Ausfluss: Ein dünner, milchiger, mild riechender Ausfluss (Leukorrhoe) ist normal und schützt vor Infektionen.
- Gesteigertes Verlangen: Mehr Energie und eine verstärkte Durchblutung des Beckens können die Libido im zweiten Trimester erhöhen.
- Blähungen und Verstopfung: Progesteron verlangsamt die Verdauung – nützlich für die Nährstoffaufnahme, aber unangenehm.
- Hautveränderungen: Manche Frauen bemerken die Linea nigra (dunkle Linie am Bauch) oder Chloasma (dunklere Flecken im Gesicht).
Ernährung
Im zweiten Trimester steigt der Kalorienbedarf um rund 250–300 kcal pro Tag – das entspricht einer kleinen, nährstoffreichen Zwischenmahlzeit. Qualität geht eindeutig vor Quantität.
Wichtige Nährstoffe jetzt:
- Folat (600 µg/Tag): Nimm weiterhin dein Schwangerschaftspräparat. Ergänze durch Blattgemüse, Linsen, Kichererbsen und angereicherte Getreideprodukte.
- Eisen (27 mg/Tag): Der Bedarf steigt jetzt deutlich, um das wachsende Blutvolumen zu unterstützen. Mageres rotes Fleisch, Geflügel, Hülsenfrüchte, Tofu, Spinat und angereicherte Getreideflocken sind gute Quellen. Pflanzliches Eisen immer mit Vitamin C kombinieren, das verbessert die Aufnahme.
- Kalzium (1000 mg/Tag): Milchprodukte, angereicherte Pflanzenmilch, kalziumreicher Tofu und Blattgemüse unterstützen den Knochenaufbau deines Babys.
- Eiweiß (ca. 71 g/Tag): Eier, Fisch, Hühnchen, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Nüsse.
- Omega-3-Fettsäuren (DHA): Fettarmer Meeresfisch mit niedrigem Quecksilbergehalt wie Lachs oder Sardinen fördert die Gehirnentwicklung.
- Ballaststoffe und Flüssigkeit: Helfen gegen Verstopfung. Trinke täglich 1,5–2 Liter Wasser.
Lebensmittel meiden: rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, Fisch oder Eier; unpasteurisierte Milchprodukte oder Säfte; Aufschnitt und Pasteten (außer erhitzt bis zum Dampfen); Fisch mit hohem Quecksilbergehalt (Hai, Schwertfisch, Königsmakrele); rohe Sprossen; Alkohol; mehr als 200 mg Koffein pro Tag (etwa eine Tasse Filterkaffee à 200 ml).
Rohmilchkäse – in Deutschland beliebt – ist in der Schwangerschaft tabu. Achte auf die Kennzeichnung: „aus pasteurisierter Milch" ist sicher, „Rohmilch" oder „Vorzugsmilch" ist zu meiden.
Bewegung
Mit der zurückgekehrten Energie und der nachlassenden Übelkeit ist die 13. SSW ein guter Zeitpunkt, wieder in Bewegung zu kommen. Empfohlen werden mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche, aufgeteilt auf mehrere Tage.
Geeignet und empfohlen: Spazierengehen, Schwimmen, Fahrradfahren (auf einem Standrad oder einem stabilen Fahrrad), Schwangerschaftsyoga, Schwangerschaftspilates, sanfte Kräftigungsübungen mit guter Technik.
Meiden: Kontaktsportarten, Tauchen, Heißes Yoga oder Hot-Pilates, Sportarten mit Sturzgefahr (Skifahren, Reiten, Turnen) und längeres flaches Liegen auf dem Rücken. Brich das Training sofort ab und kontaktiere deine Frauenärztin oder Hebamme bei Brustschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, geschwollenen Waden, Fruchtwasserverlust, vaginalen Blutungen oder regelmäßigen schmerzhaften Kontraktionen.
Mentale Gesundheit
Viele Frauen empfinden eine Welle emotionaler Erleichterung, wenn sie ins zweite Trimester eintreten – aber nicht alle. Hormonelle Veränderungen, das Gewicht der neuen Verantwortung, Körperveränderungen und die Frage, wem man die Neuigkeit mitteilen möchte, können gemischte Gefühle auslösen. Manche erleben eine neue Angstphase rund um ausstehende Screening-Ergebnisse.
Hilfreiche Strategien: 7–9 Stunden Schlaf priorisieren, offen mit dem Partner oder einer Vertrauensperson sprechen, Tagebuch schreiben, täglich an die frische Luft gehen und Schwangerschaftsyoga oder -meditation ausprobieren. Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betonen, dass perinatale psychische Gesundheit ein integraler Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge ist. Bring Sorgen bei deiner Frauenärztin oder Hebamme genauso offen zur Sprache wie körperliche Beschwerden. Anhaltende depressive Verstimmungen, Panikattacken oder Hoffnungslosigkeit verdienen professionelle Unterstützung.
Wann zum Arzt
Kontaktiere deine Frauenärztin oder Hebamme umgehend, wenn du in der 13. SSW folgendes erlebst:
- Starke Blutungen oder hellrote Blutungen, die eine Binde durchweichen
- Starke oder anhaltende Unterleibskrämpfe
- Stechende Schulterschmerzen (können auf innere Blutungen hinweisen)
- Fieber über 38 °C
- Schmerzhaftes Wasserlassen oder stark riechender Urin (mögliche Harnwegsinfektion)
- Plötzlicher starker Kopfschmerz, Sehstörungen oder Schmerzen im rechten Oberbauch
- Anhaltendes Erbrechen, das keine Flüssigkeitszufuhr erlaubt
- Starkes Jucken, besonders an Händen und Füßen
Leichte Blutspuren nach dem Geschlechtsverkehr oder einer gynäkologischen Untersuchung sind meist nicht besorgniserregend – lass sie aber immer kurz von deiner Frauenärztin einordnen.
Tests diese Woche
Die 13. SSW liegt am Ende des Zeitfensters für das Ersttrimesterscreening. Je nach Vorsorgeplan können folgende Untersuchungen anstehen oder bereits stattgefunden haben:
- Nackentransparenzmessung (NT-Messung): Wird zwischen der 11. und 13+6 SSW durchgeführt. Sie misst die Flüssigkeitsansammlung im Nacken des Babys und ermöglicht gemeinsam mit einem Bluttest die Risikoabschätzung für Chromosomenstörungen. In Deutschland ist diese Untersuchung eine IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) und wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen – es sei denn, es gibt medizinische Indikationen.
- Kombiniertes Ersttrimesterscreening: Bluttest (PAPP-A und freies Beta-hCG) kombiniert mit der NT-Messung für eine genauere Risikoeinschätzung.
- Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT): Ab der 10. SSW verfügbar; kann auch das Geschlecht bestimmen. Seit 2022 übernehmen gesetzliche Krankenkassen den NIPT bei medizinischer Indikation (erhöhtes Risiko).
- Chorionzottenbiopsie (CVS): Optionaler diagnostischer Test, der üblicherweise zwischen der 10. und 13. SSW angeboten wird, wenn ein eindeutiges chromosomales Ergebnis gewünscht wird.
- Feindiagnostik (Organultraschall): Findet in der Regel um die 20. SSW statt (18.–22. SSW). Plane diesen Termin frühzeitig.
- Oraler Glukosetoleranztest (oGTT): Gemäß RKI-Empfehlung zwischen der 24. und 28. SSW zur Früherkennung eines Schwangerschaftsdiabetes – vormerken lassen.
Der nächste reguläre Vorsorgetermin im Mutterpass-Rhythmus liegt meist um die 16. SSW. Deine Hebamme kann dich auch zwischen den ärztlichen Terminen begleiten – das Hebammensystem in Deutschland ist dafür ausgelegt.
Tipps
- Führe ein Schwangerschaftstagebuch. Notiere Symptome, Fragen für die nächste Vorsorge und wie du dich fühlst – ein wertvolles Erinnerungsstück und eine nützliche Gedächtnisstütze für Arztgespräche.
- Investiere in bequeme Kleidung. Elastische Bünde, weiche BHs und stützende Schuhe helfen in der frühen Bauchphase, bevor Umstandskleidung notwendig wird.
- Baue eine Schlafroutine auf. Wenn du im ersten Trimester viel geschlafen hast, fang jetzt an, feste Schlafenszeiten zu etablieren – das zahlt sich im weiteren Verlauf der Schwangerschaft aus.
- Plane, wem du die Neuigkeit mitteilen möchtest. Viele teilen die Nachricht nach dem Ersttrimesterscreening. Entscheide, was sich für dich und deinen Arbeitgeber richtig anfühlt.
- Zahnarzttermin vereinbaren. Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Zahnfleischentzündung; routinemäßige Zahnvorsorge ist sicher und empfehlenswert – auch von der gesetzlichen Krankenkasse gedeckt.
- Hebamme suchen, falls noch nicht geschehen. Gute Hebammen in Deutschland sind begehrt – jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um eine zu finden. Betreuung durch eine freiberufliche Hebamme (ambulante Wochenbettbetreuung für 8–12 Wochen nach der Geburt) wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Vorbereitung auf die nächsten Wochen
Das zweite Trimester ist das praktische „Planungsfenster" der Schwangerschaft. In den nächsten Wochen kannst du in aller Ruhe:
- Geburtsvorbereitungskurse recherchieren (in Deutschland oft sehr gefragt – früh anmelden! Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet.)
- Eine Hebamme für die Nachsorge (Wochenbett) suchen, falls noch nicht erledigt
- Elterngeld und Elternzeit planen – das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) gibt dir Anspruch auf bis zu 14 Monate Elterngeld in Deutschland
- Sich über die Feindiagnostik in der 20. SSW informieren und entscheiden, ob du das Geschlecht des Babys erfahren möchtest
- Mit dem Partner über Geburtswünsche und die Art der gewünschten Unterstützung sprechen
Es gibt keine Eile – die meisten dieser Entscheidungen haben noch ein paar Wochen Zeit. Nutze die zurückgekehrte Energie der 13. SSW für das, was sich sinnvoll anfühlt, und ruh dich aus, wenn nicht.
Häufig gestellte Fragen zur 13. Schwangerschaftswoche
Beginnt das zweite Trimester wirklich in der 13. SSW?
Ja – die meisten Fachleute, darunter die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), sehen die 13. SSW als Beginn des zweiten Trimesters. Einige Quellen verschieben die Grenze auf Woche 14, aber praktisch bedeutet das Überschreiten des ersten Drittels: Das Fehlgeburtsrisiko sinkt deutlich, Übelkeit lässt nach und die Energie kehrt zurück. Viele Schwangere beschreiben das zweite Trimester als die angenehmste Phase der ganzen Schwangerschaft.
Ist es normal, in der 13. SSW noch unter Übelkeit zu leiden?
Durchaus. Zwar verbessern sich die Beschwerden für die meisten Frauen zwischen der 12. und 14. Woche spürbar, aber es ist völlig normal, wenn die Übelkeit bis ins zweite Trimester anhält. Wenn du mehr als dreimal täglich erbrichst, Gewicht verlierst oder keine Flüssigkeit bei dir behalten kannst, sprich unbedingt mit deiner Hebamme oder Frauenärztin – das können Zeichen einer Hyperemesis gravidarum sein, die behandelt werden kann.
Warum habe ich in der 13. SSW plötzlich so großen Hunger?
Mit dem Abklingen der Übelkeit kehrt der Appetit oft mit Nachdruck zurück. Dein Baby tritt in eine Phase intensiven Wachstums ein, und auch das Blutvolumen steigt weiter an – beides erhöht den Kalorienbedarf. Laut BZgA-Empfehlungen benötigst du im zweiten Trimester nur rund 250–300 kcal täglich extra – das entspricht in etwa einem Becher Naturjoghurt mit Obst und einer kleinen Handvoll Nüssen. Wichtiger als die Menge ist die Qualität: nährstoffdichte Lebensmittel statt doppelter Portionen.
Wann sollte ich mir wegen Krämpfen in der 13. SSW Sorgen machen?
Leichte, gelegentliche Ziehschmerzen durch die Dehnung der Rundligamente sind im frühen zweiten Trimester normal. Ruf umgehend deine Frauenärztin oder Hebamme an, wenn die Krämpfe stark und rhythmisch sind, von Blutungen, Fieber, Schwindel oder Schulterschmerzen begleitet werden. Starke Blutungen oder anhaltende starke Schmerzen erfordern noch am selben Tag eine medizinische Abklärung.
Kann das Geschlecht des Babys in der 13. SSW bestimmt werden?
Der nicht-invasive Pränataltest (NIPT), ein Bluttest der ab der 10. Woche angeboten wird, kann das Geschlecht des Babys ab der 13. SSW mit hoher Zuverlässigkeit bestimmen. Im Ultraschall lässt sich das Geschlecht in dieser Woche manchmal erahnen, aber die Genauigkeit der Feindiagnostik (etwa in der 20. SSW) ist deutlich höher. Besprich die Optionen mit deiner Frauenärztin und beachte: In Deutschland wird der NIPT bei bestimmten Risikofaktoren von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Ist Sport in der 13. SSW sicher, wenn ich vorher nicht aktiv war?
Ja, sofern deine Frauenärztin oder Hebamme keine Einwände hat. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) sowie die BZgA empfehlen schwangeren Frauen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Wenn du bisher wenig Sport gemacht hast, fang langsam an – 10–15 Minuten Spazierengehen, Schwangerschaftsyoga oder Schwimmen sind ideal. Meide Kontaktsportarten, Aktivitäten mit Sturzgefahr, Heißes Yoga und Übungen flach auf dem Rücken nach dem ersten Trimester.
Zeigt man in der 13. SSW bereits einen Bauch?
Bei Mehrgebärenden ist in der 13. SSW oft schon ein deutlicher Bauch zu sehen. Bei einer Erstgebärenden wirkt der Bauch in dieser Woche meist noch leicht gerundet. Der Zeitpunkt, ab dem man den Bauch sieht, variiert stark – abhängig von Körperbau, Muskeltonus und der Lage der Gebärmutter. Es gibt kein „Normal" für diese Phase.
Brauche ich in der 13. SSW noch Folsäure?
Die wichtigste Wirkung der Folsäure – die Vorbeugung von Neuralrohrdefekten – entfaltet sich vor allem in den ersten 12 Wochen. Das Weitereinnehmen von 400–800 µg täglich während der gesamten Schwangerschaft unterstützt jedoch die Blutbildung und die allgemeine Entwicklung des Babys. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt, das Schwangerschaftsvitaminpräparat durchgängig einzunehmen – achte darauf, dass es Folsäure enthält.
Ist es normal, in der 13. SSW emotional oder ängstlich zu sein?
Ja. Hormonelle Veränderungen und die mentale Belastung des Übergangs ins zweite Trimester können zu Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Angst führen. Die Stimmung stabilisiert sich meist im Verlauf des zweiten Trimesters. Falls Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Angst länger als zwei Wochen anhalten oder den Alltag beeinträchtigen, sprich mit deiner Frauenärztin oder Hebamme – perinatale Depressionen und Angststörungen sind häufig und gut behandelbar.
Wann werde ich die Bewegungen des Babys spüren?
Die meisten Erstgebärenden spüren das erste Kindsbewegen – das sogenannte „Quickening" – zwischen der 18. und 22. SSW. Mehrgebärende bemerken es oft schon ab der 14.–16. SSW. In der 13. SSW bewegt sich dein Baby zwar ständig, ist aber noch zu klein, um diese Bewegungen durch die Bauchdecke zu fühlen.
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