Schwangerschaft
28. Schwangerschaftswoche
In der 28. SSW beginnt das dritte Trimester. Dein Baby ist so groß wie eine Aubergine, öffnet die Augen und trainiert Atembewegungen. Alles zu Symptomen, Glukosetest und Vorsorge.
Veröffentlicht:
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei Fragen zu Ihrem Kind immer Ihren Kinderarzt.
Quellen: WHO, CDC, AAP und NHS. Empfehlungen unterscheiden sich je nach Land — für Deutschland siehe die DGGG.
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Auf einen Blick: 28. SSW
Willkommen im dritten Trimester. In der 28. SSW bist du etwa im siebten Schwangerschaftsmonat – noch rund 12 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Dein Baby ist jetzt ungefähr so groß wie eine große Aubergine: rund 37,6 cm von Kopf bis Ferse und ca. 1.000 g. Der wichtigste Meilenstein dieser Woche: Die Augenlider haben sich geöffnet, dein Baby kann blinzeln und auf Licht reagieren. Aus Sicht der Überlebensfähigkeit außerhalb des Mutterleibs sind Lungen und Gehirn noch nicht ausgereift, aber Babys, die in der 28. SSW geboren werden, haben in deutschen Perinatalzentren der höchsten Versorgungsstufe eine Überlebenschance von über 90 % – intensive neonatologische Betreuung wäre jedoch unbedingt nötig.
Das dritte Trimester bringt neue körperliche Empfindungen, häufigere Vorsorgeuntersuchungen und den Beginn konkreter Geburtsvorbereitungen. Deine Gynäkologin oder Hebamme wird die Termine jetzt auf alle zwei Wochen umstellen.
Babys Entwicklung
In der 28. SSW laufen gleich mehrere bedeutende Entwicklungsschritte parallel ab:
- Augen: Die Augenlider, die seit dem zweiten Trimester verwachsen waren, haben sich getrennt. Dein Baby kann blinzeln, die Augen öffnen und Licht wahrnehmen. Wimpern sind vorhanden. Die Netzhaut reift weiter und entwickelt sich noch Monate nach der Geburt.
- Gehirn: Die Großhirnrinde bildet rasch ihre charakteristischen Windungen und Furchen (Gyri und Sulci). Milliarden von Neuronen knüpfen Verbindungen; das Gehirn hat seit der Schwangerschaftsmitte sein Gewicht verdreifacht. REM-Schlafphasen, die die Gehirnreifung unterstützen, sind auf bildgebenden Verfahren erkennbar.
- Lungen: Die Lungen produzieren Surfactant, die Substanz, die verhindert, dass sich die kleinen Lungenbläschen zusammenziehen. Die Surfactantproduktion steigt bis zur Geburt kontinuierlich an – jede weitere Woche im Mutterleib verringert das Risiko von Atemproblemen erheblich.
- Körperfett: Weißes Fettgewebe wird eingelagert und glättet die bislang noch gerunzelte Haut. Dieses Fett ist essenziell für die Wärmeregulation nach der Geburt.
- Hören: Dein Baby reagiert zuverlässig auf Geräusche – deine Stimme, die Stimme deines Partners, Musik und Umgebungsgeräusche. Der Herzschlag verändert sich als Reaktion auf vertraute Stimmen.
- Knochenmark: Das Knochenmark hat die Blutbildung vollständig von der Leber und Milz übernommen.
Dein Körper & Symptome
Mit dem Beginn des dritten Trimesters arbeitet dein Körper auf Hochtouren. Dein Blutvolumen ist um etwa 40–50 % gegenüber dem Ausgangswert vor der Schwangerschaft gestiegen. Der Uterus reicht jetzt mehrere Zentimeter über den Bauchnabel hinaus. Typische Symptome in dieser Woche:
- Atemnot, da der Uterus gegen das Zwerchfell drückt
- Wassereinlagerungen (Ödeme) an Füßen, Knöcheln und Händen
- Braxton-Hicks-Kontraktionen – unregelmäßige, schmerzlose Verhärtungen des Bauches
- Beckendruck durch das wachsende Baby
- Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden durch verlangsamte Verdauung und Magenhochstand
- Rückenschmerzen im unteren Rücken durch Verlagerung des Schwerpunkts
- Wadenkrämpfe, besonders nachts
- Schlafstörungen durch körperliche Beschwerden und häufigen Harndrang
- Lebhafte Träume durch fragmentierten Schlaf und hormonelle Veränderungen
- Kolostrumabsonderung an der Brust bei manchen Schwangeren
Ernährung
Im dritten Trimester steigt der Energiebedarf um etwa 250–300 kcal pro Tag gegenüber dem Ausgangswert (Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, DGE). Der Fokus liegt auf Nährstoffdichte statt reiner Kalorienzufuhr. Wichtige Nährstoffe in dieser Woche:
- Eisen (30 mg täglich, DGE): Im dritten Trimester besonders wichtig, da das Blutvolumen seinen Höchststand erreicht. Quellen: rotes Fleisch, Linsen, angereicherte Cerealien, Spinat. Pflanzliches Eisen zusammen mit Vitamin C aufnehmen, um die Aufnahme zu verbessern.
- Kalzium (1.000 mg täglich): Unterstützt die rasch fortschreitende Knochenmineralisierung deines Babys. Quellen: Milchprodukte, angereicherte Pflanzenmilch, grünes Blattgemüse, Tofu, Sardinen.
- DHA Omega-3 (200–300 mg täglich): Entscheidend für Gehirn- und Augenentwicklung. Quellen: quecksilberarmer Fisch (Lachs, Sardinen) oder Algenpräparate.
- Protein (58–70 g täglich, DGE): Unterstützt das Gewebewachstum bei dir und deinem Baby.
- Cholin (450 mg täglich): Unterstützt die Gehirnentwicklung und wird häufig unterschreiten. Quellen: Eier, mageres Fleisch, Sojabohnen.
Weiterhin meiden: quecksilberreiche Fische (Schwertfisch, Hai, Thunfisch in großen Mengen), rohes oder unzureichend gegartes Fleisch und Meeresfrüchte, Rohmilchprodukte und Rohmilchkäse, nicht erhitztes Aufschnittfleisch (Listeriosegefahr), rohes Gemüse aus Sprossen sowie Alkohol vollständig. Koffein unter 200 mg täglich halten (BZgA-Empfehlung).
Bewegung
Regelmäßige Bewegung bleibt im dritten Trimester wertvoll. Die AWMF-Leitlinie und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfehlen bei unkomplizierter Schwangerschaft mindestens 150 Minuten moderater Bewegung pro Woche. Geeignete Aktivitäten in der 28. SSW:
- Spazierengehen in angepasstem Tempo auf ebenem Gelände
- Schwimmen und Wassergymnastik (der Auftrieb entlastet Gelenke spürbar)
- Pränatales Yoga (tiefe Verdrehungen und lange Rückenlagen meiden)
- Fahrradergometer (sturzgefährdefrei, gut dosierbar)
- Beckenbodenübungen (Kegel) und sanftes pränatales Pilates zur Geburtsvorbereitung und für die Erholung im Wochenbett
Meiden: Kontaktsportarten, Sportarten mit Sturzgefahr (Skifahren, Reiten), Tauchen, heißes Yoga und Sauna sowie langes Liegen auf dem Rücken. Sofort aufhören und Hebamme oder Klinik anrufen bei vaginalen Blutungen, regelmäßigen schmerzhaften Kontraktionen, Fruchtwasserabgang, Schwindel, Brustschmerzen, Wadenschmerzen oder nachlassenden Kindsbewegungen.
Mentale Gesundheit
Das dritte Trimester bringt oft eine Verschiebung in der emotionalen Wahrnehmung. Vorfreude auf dein Baby kann gleichzeitig mit Geburtsangst, finanziellen Sorgen oder der Frage einhergehen, wie sich dein Alltag, deine Beziehung und deine Identität verändern werden. Schlafmangel durch körperliche Beschwerden verstärkt Stimmungsschwankungen. Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Was wirklich hilft:
- Offen mit dem Partner oder der Partnerin über Hoffnungen und Ängste rund um Geburt und erste Elternzeit sprechen
- Angstmachende Geburtsgeschichten in Internetforen bewusst begrenzen – sie informieren selten, belasten aber häufig
- Bei Vorgeschichte von Depression oder Angststörungen pränatales Screening ansprechen (deine Hebamme oder Gynäkologin kann vermitteln)
- Schwangerschaftskissen für eine stabile Linksseitenlage nutzen
- Täglich kurze Entspannungsphasen einbauen: 5 Minuten langsames Atmen, ein Spaziergang an der frischen Luft oder angeleitete Meditation
Wenn du anhaltende Traurigkeit, aufdringliche Gedanken, Panikattacken oder das Gefühl erlebst, von deiner Schwangerschaft losgelöst zu sein, wende dich an deine Hebamme oder Gynäkologin. Perinatale psychische Erkrankungen sind häufig und sehr gut behandelbar.
Wann zum Arzt
Ab der 28. SSW gewinnt das Monitoring der Kindsbewegungen besondere Bedeutung. Ruf sofort deine Hebamme oder Klinik an bei:
- Nachlassende Kindsbewegungen – weniger als 10 Bewegungen in 2 Stunden während einer normalerweise aktiven Phase
- Vaginale Blutungen jeglicher Menge
- Fruchtwasserabgang (klarer oder rosafarbener Ausfluss, der nicht versiegt)
- Regelmäßige, schmerzhafte Kontraktionen vor der 37. SSW (Zeichen vorzeitiger Wehen)
- Starke, anhaltende Kopfschmerzen, die auf Paracetamol nicht ansprechen
- Sehstörungen: Verschwommensehen, Flimmern, Lichtblitze (Präeklampsie-Warnsignale)
- Plötzliche Schwellungen im Gesicht, an den Händen oder um die Augen
- Starke Schmerzen im rechten Oberbauch
- Intensiver Juckreiz an Handflächen oder Fußsohlen (mögliche Cholestase)
- Fieber über 38 °C
Vertraue deinem Bauchgefühl. Deine Hebamme und das Kreißsaalteam klären lieber einen falschen Alarm ab, als etwas Zeitkritisches zu übersehen.
Tests & Vorsorge
Die 28. SSW ist ein Meilenstein in der Schwangerschaftsvorsorge. Du kannst folgende Untersuchungen erwarten:
- Oraler Glukosetoleranztest (oGTT): Screening auf Schwangerschaftsdiabetes, üblicherweise zwischen der 24. und 28. SSW, von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Ergebnisse im Mutterpass.
- Kleines Blutbild: Prüft auf Anämie, die im dritten Trimester häufig ist.
- Anti-D-Prophylaxe: Bei Rh-negativer Blutgruppe erhältst du jetzt die Injektion – Kosten trägt die Krankenkasse.
- Tdap-Impfung: Die STIKO empfiehlt die Tdap-Impfung in jeder Schwangerschaft zwischen der 16. und 29. SSW, idealerweise möglichst früh in diesem Zeitraum. Schutz vor Keuchhusten wird durch mütterliche Antikörper auf das Neugeborene übertragen.
- Umstellung der Vorsorgefrequenz: Ab jetzt alle zwei Wochen (laut Mutterschafts-Richtlinien).
- Fundusstandsmessung: Deine Gynäkologin misst die Gebärmutterhöhe, um das Wachstum zu kontrollieren. Alle Befunde werden im Mutterpass dokumentiert.
Tipps
- Kindsbewegungen täglich zählen. Wähle einen festen Zeitpunkt und halte die Bewegungen schriftlich fest.
- In Linksseitenlage schlafen mit einem Kissen zwischen den Knien und einem hinter dem Rücken – das verbessert die Durchblutung zum Baby.
- Klinik- oder Kreißsaalbesichtigung vereinbaren und ggf. voranmelden, wenn deine Klinik das anbietet.
- Geburtsvorbereitungskurs buchen – viele dauern 4–8 Wochen; jetzt ist der richtige Zeitpunkt.
- Ausreichend trinken. Ziel sind 2–2,5 Liter Flüssigkeit täglich – das reduziert Ödeme, Verstopfung und Braxton-Hicks.
Vorbereitung auf das, was kommt
Die nächsten 12 Wochen werden schneller vergehen, als du denkst. Geh die folgende Liste Woche für Woche ohne Druck durch:
- Kinderärztin oder Kinderarzt suchen und kennenlernen (die meisten begrüßen einen Vorgesprächstermin vor der Geburt; die U2 findet in der 1. Lebenswoche statt)
- Geburtswunschzettel beginnen – Flexibilität ist wichtiger als Starrheit
- Kindersitz frühzeitig einbauen und Einbaukontrolle anfragen (Feuerwache, ADAC, Verkehrswacht bieten das kostenlos an)
- Babykleidung und -decken waschen und sortieren
- Erste Artikel für die Kliniktasche einkaufen (Mutterpass, Krankenkassenkarte, Personalausweis nicht vergessen)
- Wochenbetthebamme buchen, falls noch nicht geschehen – freie Plätze sind begehrt
- Elternzeit beim Arbeitgeber ankündigen (BEEG: Ankündigungsfrist 7 Wochen)
- Den Mutterschutz im Blick behalten: Das Mutterschutzgesetz schützt dich 6 Wochen vor und 8 Wochen nach dem errechneten Geburtstermin (bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen nach der Geburt).
Häufig gestellte Fragen zur 28. SSW
Ist Kurzatmigkeit in der 28. SSW normal?
Ja, das ist sehr häufig. Der wachsende Uterus drückt von unten gegen das Zwerchfell und verringert die funktionelle Lungenkapazität. Gleichzeitig regt Progesteron das Atemzentrum an, was das Gefühl von Kurzatmigkeit verstärkt. Leichte Atemnot bei Belastung oder sogar in Ruhe ist im dritten Trimester normal. Sofort Hebamme oder Klinik kontaktieren bei: plötzlicher starker Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen oder Atemnot in Ruhe – das könnten Zeichen einer Präeklampsie, Anämie oder Lungenembolie sein.
Wie oft soll ich Kindsbewegungen in der 28. SSW zählen?
Ab der 28. SSW empfehlen die deutschen Mutterschafts-Richtlinien regelmäßige Aufmerksamkeit für Kindsbewegungen. Die praktische Methode: Wähle einen Zeitpunkt, an dem dein Baby üblicherweise aktiv ist, leg dich auf die linke Seite und zähle deutliche Bewegungen. Zehn Bewegungen in zwei Stunden gelten als beruhigend – die meisten Babys schaffen das viel schneller. Wenn du eine deutliche Abnahme der normalen Bewegungsmuster bemerkst, ruf noch am selben Tag deine Hebamme an – warte nicht bis zum nächsten Termin.
Was ist der Glukosetoleranztest (oGTT) und wann wird er durchgeführt?
Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) ist das Standardscreening auf Schwangerschaftsdiabetes und wird in Deutschland üblicherweise zwischen der 24. und 28. SSW durchgeführt – die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten. Du trinkst eine Glukoselösung und bekommst nach einer Stunde Blut abgenommen. Bei einem auffälligen Ergebnis folgt ein zweistündiger Test mit mehreren Blutentnahmen. Schwangerschaftsdiabetes betrifft etwa 6–9 % aller Schwangerschaften und ist bei frühzeitiger Erkennung gut behandelbar. Die Ergebnisse werden im Mutterpass eingetragen.
Warum ist mein Juckreiz in der 28. SSW so stark?
Leichter Juckreiz am Bauch durch die Dehnung der Haut ist normal und spricht gut auf parfümfreie Feuchtigkeitscremes und lauwarmeDuschen an. Intensiver Juckreiz an Handflächen oder Fußsohlen – besonders ohne sichtbaren Ausschlag – kann ein Hinweis auf eine intrahepatische Schwangerschaftscholestase (ICP) sein. Die ICP ist selten, aber ernstzunehmen, da sie das Baby gefährden kann. Berichte jeden starken oder ungewöhnlichen Juckreiz sofort deiner Gynäkologin oder Hebamme.
Kann mein Baby in der 28. SSW schon sehen und hören?
Ja, beides. In der 28. SSW haben sich die Augenlider geöffnet – dein Baby kann blinzeln und öffnet und schließt die Augen. Es nimmt Licht wahr, das durch die Bauchdecke fällt. Auch das Hörvermögen ist voll funktionsfähig: Dein Baby erkennt den Klang deiner Stimme, deinen Herzschlag und vertraute Geräusche. Studien zeigen, dass Neugeborene die Stimme ihrer Mutter und Musik, die sie regelmäßig im Mutterleib gehört haben, bevorzugen – ein Zeichen echter pränataler Lernprozesse.
Wann sind Schwellungen in der 28. SSW bedenklich?
Leichte Schwellungen an Füßen und Knöcheln – besonders abends oder bei warmem Wetter – sind normal und entstehen durch erhöhtes Blutvolumen und Druck auf die Beckenvenen. Sofort die Hebamme oder Klinik kontaktieren bei: plötzlichen oder starken Schwellungen im Gesicht, um die Augen oder an den Händen – besonders in Verbindung mit Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Schmerzen im rechten Oberbauch. Das können Warnsignale einer Präeklampsie sein.
Darf ich in der 28. SSW Sport treiben?
Ja, bei unkomplizierter Schwangerschaft. Die AWMF-Leitlinien und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) empfehlen mindestens 150 Minuten moderater Bewegung pro Woche. Geeignet sind: Spazierengehen, Schwimmen, pränatales Yoga und Fahrradergometer. Meide Kontaktsportarten, Sportarten mit Sturzgefahr, Tauchen, heißes Yoga und langes Liegen auf dem Rücken. Sofort aufhören und Hebamme/Klinik anrufen bei Kontraktionen, Schwindel, Blutungen, Fruchtwasserabgang oder nachlasSenden Kindsbewegungen.
Warum habe ich in der 28. SSW so starkes Sodbrennen?
Progesteron entspannt den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, und der wachsende Uterus drückt den Magen nach oben. Diese Kombination macht Sodbrennen im dritten Trimester häufiger und intensiver. Hilfreich: kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilen, scharfe und fettige Speisen meiden, 1–2 Stunden nach dem Essen nicht hinlegen und das Kopfende des Betts leicht erhöhen. Calciumcarbonat-haltige Antazida gelten in der Schwangerschaft als unbedenklich – frage aber vorher deine Gynäkologin.
Bekomme ich in der 28. SSW eine Anti-D-Prophylaxe?
Wenn du Rh-negativ bist und dein Baby möglicherweise Rh-positives Blut hat, bietet deine Gynäkologin die Anti-D-Prophylaxe um die 28. SSW an. Sie verhindert, dass dein Immunsystem Antikörper gegen die roten Blutkörperchen des Babys bildet – was diese oder künftige Schwangerschaften gefährden könnte. Eine zweite Dosis wird innerhalb von 72 Stunden nach der Geburt gegeben, wenn das Baby Rh-positiv ist. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten vollständig; alles wird im Mutterpass dokumentiert.
Was sollte ich jetzt konkret vorbereiten?
Die 28. SSW ist ein guter Zeitpunkt für erste praktische Schritte. Überlege: Kreißsaal- oder Klinikbesichtigung vereinbaren, Geburtsvorbereitungskurs buchen (viele laufen 4–8 Wochen), Kinderärztin oder Kinderarzt suchen (die U2-Untersuchung findet in der 1. Lebenswoche statt), einen Geburtsplan oder Geburtswunschzettel beginnen, Kindersitz einbauen und Einbaukontrolle anfragen (Feuerwache, Verkehrswacht oder ADAC bieten das an) und erste Artikel für die Kliniktasche einkaufen. Wenn du noch keine Wochenbetthebamme hast: Jetzt suchen, freie Plätze sind begehrt.
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